I recently read something very beautiful and would like to share here in my blog. People who moved from other countries to Germany shared their impression about living in Germany. I like it. I love it. I can understand and feel quite similar.
“Ich habe verstanden, dass es bei euch wichtig ist, mit dem Fahrrad auf der ‘richtigen Seite’ zu fahren, damit man nicht angeschrien wird. Dass ihr wütend werdet, wenn die Bahn nicht pünktlich kommt. Und dass ihr euren Müll sehr kompliziert trennt. Allein der Gedanke daran, am Container Restmüll, Plastik und Papier korrekt unterscheiden zu müssen, macht mich nervös. Mir ist auch klar geworden, warum ihr immer so angestrengt ausseht: Ihr seid ständig unter Stress. Denkt an eure Arbeit, plant Termine und habt eure Routinen, auch im Privatleben. Das ist sehr anders als bei mir zuhause. In Deutschland denkt man: ‘Wenn du viel arbeitest, verdienst du dir bald einen schönen Urlaub.’ In Syrien habe ich gelernt: ‘Du lebst nur einmal, genieße jeden Tag.’ Denn während des Krieges haben wir verstanden: Niemand kann dir versprechen, dass es ein Morgen überhaupt geben wird.
Als ich in Deutschland ankam, wurde somit für mich ein Traum wahr. Der Traum, in einer Demokratie zu leben. Doch dann lernte ich eure Bürokratie kennen. Ständig muss man hier etwas beantragen, für den Antrag bekommt man dann wiederum eine schriftliche Bestätigung. Dabei arbeitet ihr mit Briefen. Ich habe, seit ich hier bin, fast jeden Tag einen Brief bekommen. Es erscheint mir ziemlich altmodisch. In Syrien haben wir nie Briefe geschrieben, da steht nicht vor jeder Haustür ein Briefkasten. Brauchte man etwas beim Amt, machte man das mündlich. Aber zumindest verstehe ich jetzt, warum Briefe schreiben im Deutschkurs einen so großten Anteil eingenommen hat. Wenn man hier etwas beantragt, egal ob bei der Ausländerbehörde, der Bundesagentur für Arbeit oder auch beim Arzt, muss man sehr lange warten. Hat man eine Unterschrift vergessen, dauert es noch einmal sehr viel länger. Wenn man nachfragt, warum es so lange dauert, kommt immer zurück: ‘Schön, dass du nachfragst.’ Die Angestellten schauen dann in ihre Unterlagen und sagen Dinge wie ‘Da fällt mir ein’ und dann sagen sie ‘Können Sie das bitte nachreichen?’. ‘Nachreichen’ ist eines eurer Lieblingswörter. Irgendwann habe ich aufgegeben. Hier ist alles komplex, nichts ist leicht. Wenn es leicht war, denke ich direkt, dass da irgendwo ein Haken sein muss und ich es falsch gemacht habe. Ihr vertraut dem Papier mehr als dem Menschen. In Syrien ist das andersrum. Aber auch andere Dinge sind hier merkwürdig. In Syrien dachte ich immer, kein anderes Land sei so weit entwickelt wie Deutschland. ‘Made in Germany’ war bei uns sehr wichtig, wenn das auf einer Maschine oder einem Elektrogerät stand, konnte man es beruhigt kaufen. Dementsprechend wollen viele junge Syrer unbedingt in Deutschland studieren, um auch so gute Sachen herstellen zu können. Seit ich hier lebe, habe ich festgestellt, dass ihr allerdings selbst gar nicht in Deutschland studieren wollt. Viele von euch gehen nach London oder in die USA und ich verstehe bis heute nicht, warum? Warum studiert man lieber im Ausland als in der eigenen Heimat? Eure Heimat ist sicher, hier kann man ohne Angst leben. Aber trotzdem wollt ihr alle weg. Gleichzeitig habt ihr zur englischen Sprache ein sehr komisches Verhältnis. Als ich noch nicht gut Deutsch konnte, habe ich oft Menschen gefragt: ‘Do you speak English?’. Sie sagten ‘yes’. Als ich dann meine Frage gestellt habe, haben sie allerdings auf Deutsch geantwortet. Ich weiß bis heute nicht, ob das Rassismus ist oder ob es euch einfach schwer fällt, eine andere Sprache zu sprechen? Zum Glück kann ich mittlerweile auch alles auf Deutsch fragen, das macht es leichter.
“Deutschland ist ein richtig cooles Land. Aber es gibt einige Dinge, die wir ein bisschen komisch finden.
1. Ampeln
Eines der komischsten Dinge in Deutschland ist, wenn man an einer Ampel wartet, bis es grün wird. Egal, ob das nächste Auto 100 Meter, 200 Meter oder einen Kilometer weit weg ist, man wartet und wartet, bis man die Straße überqueren darf. Ansonsten bekommt man böse Blicke von den Deutschen. Das passiert auf keinen Fall in Paris. Dort hebt man einfach die Hand hoch, stoppt das Auto und geht rüber. Fußgänger regieren die Straße.
2. Bettdecken
Ein weiterer Unterschied, der uns aufgefallen ist, sind Betten. Deutsche benutzen zwei Bettdecken für zwei Leute in einem Bett. Ich als Französin habe ein großes Bett – und eine große Bettdecke. Für uns ist es sehr komisch, wenn jeder seine eigene separate Bettdecke hat.
3. Bratwurst
Eines unserer ersten Essen in Deutschland war eine Bratwurst. Das war sehr, sehr überraschend. Und das ist das Konzept: Stehend isst man eine Wurst, man hält sie mit einem kleinen Stück Papier und tunkt sie dann in Senf. Das ist wirklich etwas anderes. In Frankreich ist das Essen heilig. Auch beim Mittagessen genießt man das Essen und nimmt sich Zeit. Man setzt sich hin, und manchmal trinkt man sogar ein Glas Wein.”
Weitere “komische Dinge” von einem Amerikaner:
– “mit anderen Deutschen nackt in die Sauna zu gehen.
– Alkohol in der Öffentlichkeit: ein Bier auf der Straße zu trinken ist gegen das Gesetz in den USA. Es macht mich noch immer etwas nervös, hier in der Öffentlichkeit mit meinem Getränk zu sein.
– Augenkontakt: eines der ersten Wörter, die ich auf Deutsch gelernt habe, war ‘Prost’. Danach kam sofort das Wort “Augenkontakt”. Wo ich herkomme, ist es wichtiger, miteinander anzustoßen – und was man sagt. Wo man hinschaut, ist nicht so wichtig.
– Mayonnaise: hier in Deutschland bekommt man Mayonnaise zu seinen Pommes. In den USA kann man alle möglichen Saucen auf Pommes machen: Ketchup, Senf, BBQ-Sauce, scharfe Sauce, wirklich alles, was man will. Aber ich habe nie daran gedacht, Mayo drauf zu machen! Das scheint so eine verrückte Idee! Erzählt es nicht meinen Freunden zu Hause, aber jetzt gehört Mayo zu meinen Lieblingssaucen. Das ist so gut!
– Service: wenn man in Deutschland will, dass der Kellner zum Tisch kommt, muss man sich bemerkbar machen. In den USA kreisen die Kellner andauern im Restaurant herum, sie kommen alle fünf Minuten an deinen Tisch, sie lassen dich nicht in Ruhe. Manchmal ist es sogar etwas zu viel!
– Rechnung: eines der Dinge, die ich an Restaurants in Deutschland liebe, ist, dass der Preis auf der Karte auch wirklich der Preis ist, den man zahlt. In den USA ist die Steuer nicht im Preis auf der Karte inbegriffen. Man findet nicht heraus, was man zahlen muss, bis die Rechnung kommt. Und dann kommen auch noch 15 bis 20 Prozent Trinkgeld oben drauf. Ich mag wirklich, wie einfach hier alles ist, wo man einfach alles zusammenrechnet. Das ist perfekt!”
What I am loving the most since I am back:
– Aufschnitt, frischer Aufschnitt aus der Metzgerei. Hmmmm, soooo gut!
– Spezi. Spezi ist spitze! Gibt es in keinem anderen Land.
– Kaese. Zum “normalen” Preis. Noch besser: Frankreich ist nicht so weit weg fuer noch besseren Kaese.
– Kalter Heringssalat. Meine absolute Lieblingsspeise, vor allem, wenn ihn Mama macht. Alternativ ist auch mal die Nordsee fuer ein Bismarck Heringsbroetchen ok 😉
– Weihnachtsmarkt. Oh, ich kann es kaum erwarten.
PS: Die Ampeln nerven wirklich hier 🙂