Zur Abwechslung mal etwas spannendes zum Thema Covid. Deutschlandfunk Kultur hat gefragt, wie der erste Satz eines Romans über die Pandemie lauten könnte…

Bereit zum Schmunzeln? Bereit für etwas Humor? Sarkasmus? Realismus?
“Der gehetzte Paketdienst brachte eine Jogginghose; sie sollte nie ein Fitnessstudio von innen sehen…”
“Wo ist nur der Chardonnay, dachte sie verzweifelt….”
„Ilsebill zog die Maske an und salzte nach…“
“Der Satz „Klopapier ist alle“ erreichte mich normalerweise von zuhause aus im Supermarkt, aber heute war es umgekehrt und mein Blick so leer wie der Rollenhalter neben mir…”
“Diese wohltuende Stille in der großen Stadt ließ mich aufatmen…”
“In der Schlange hinter ihr hustete jemand…”
“Wir schreiben das Jahr, in dem aus 8 Millionen Fußball-Trainern von heute auf morgen Virologen wurden…”
“Kurt betrachtete seine Hände, die er nur immer flüchtig gewaschen hatte, während er begann „Happy Birthday“ zu singen, zweimal, um einen Zeitrahmen zu haben, wie lange er sie einseifen sollte, bemerkte dabei kaum, dass ihn die anderen Männer auf der Herrentoilette verstört ansahen…”
“Es war ein magischer Tag im März 2020, an dem sich die einen mit voller Wucht ihrer Sterblichkeit bewusst wurden und die anderen aufs Geld zählen vorbereiteten….”
“Langsam und voller Angst schaute sie auf ihre Waage…”
“Das überraschendste war, wie überrascht alle waren…”
“”Alles wird gut” lautete ein Zettel in meinem Briefkasten in München und ich fragte mich, ob diese verkürzte Zukunftsform zulässig ist…”
“Sie sind stumm geschaltet…”
I love all of them. Keep the spirits up. Be creative!
Mein Roman könnte folgendermaßen starten “Eine Stunde länger schlafen, virtuelle after work Treffen, gackernde Hühner im Nachbargarten, chinesische Schwiegermütter und indischer Straßenlärm im Hintergrund – all inclusive aus dem Home Office seit März 2020…”
Oder…
“Und ich lachte als meine Freunde noch Klopapier in Island kauften, bevor wir in den Flieger stiegen und zurück nach Deutschland flogen…nur wenig später war ich neidisch. Sie hatten welches. Ich nicht.”
Oder…
“Und alle starrten mich an als sei ich eine Außerirdische, die bereits im März 2020 eine Maske auf der Zugfahrt trug…”
…may the toilet paper factory never stop working…